2020 Surfcamp

Sonnenuntergang Surf-Camp

Auch dieses Jahr erweiterte der SCW sein Jugend-Angebot mit einer weiteren Veranstaltung: Ein (legendäres) Surfcamp in Montalivet in Frankreich. Innerhalb einer Woche sollten knapp dreißig Wasserbegeisterte sich im Wellenreiten versuchen und beweisen. Das Experiment scheint sehr gut funktioniert zu haben. Im Folgenden zwei Berichte von Teilnehmern. Viel Spaß beim Lesen :-)

 

Tag 1:

Am Samstag kamen wir an und bezogen unsere Zelte. Es waren immer zwei bis drei Leute im Zelt. Wir hatten zwei Köche, die uns jeden Tag Frühstück und Abendessen zubereitet haben. Das Besondere an der Zubereitung des Essens in unserem Camp lag darin, dass hauptsächlich vegane Lebensmittel verwendet wurden. Am ersten Abend gab es erst einmal eine Namensrunde, damit wir uns alle kennenlernen konnten. Danach haben noch viele Volleyball miteinander gespielt und daraufhin ging es auch schon ins Bett um fit für den nächsten Morgen zu sein.

Tag 2:

Um 9 Uhr am zweiten Tag gab es Frühstück, worauf die Einleitung in das Camp von Grischa, dem Campleiter, erfolgte. Danach gaben David und Max, unsere beiden Surflehrer, uns allen Anweisungen und Tipps zur richtigen Nutzung der Surfausrüstung. Dann ging es auch schon los und wir wurden in zwei Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe aufgeteilt. Danach ging es direkt an den Strand zum Surfen. Es hat echt unfassbar viel Spaß gemacht, aber gleichzeitig war es sehr kräftezehrend.

Tag 3:

Heute waren die Wellen perfekt für das Üben des Takeoffs, den wir heuet beigebracht bekommen haben. Takeoff bezeichnet beim Surfen das Aufstehen auf der Welle. Heute sind auch schon einige das erste Mal für ein paar Sekunden gestanden. Leider hat es angefangen zu regnen, weshalb nach dem Surfen alle unsere Sachen am Strand nass waren. Trotz Regen bereitete das Surfen allen jede Menge Spaß.

Tag 4:

Das Camp hatte neben dem Surfunterricht auch noch Yoga-Stunden im Angebot. In der Früh haben nun ein paar SCW-Mitglieder die Chance ergriffen und daran teilgenommen. Nach dem Frühstück ging es dann für eine der drei Gruppen wieder zum Surfen. An dem heutigen Tag waren die Wellen sehr niedrig und dadurch perfekt um seine Technik zu verbessern. Nach dem Surfunterricht beschäftigte sich das gesamte Camp noch anderweitig auf dem Campingplatz bis es wieder Essenszeit war.

Tag 5:

Nachdem wir am Vortag unglaublich gute Wellenaussichten erhalten haben, war das gesamte Camp sehr aufgeregt und voller Elan nach dem Frühstück die 3 bis 4 Meter hohen Wellen zu bezwingen. Wir konnten Einige auf der Welle ihres Lebens und ein paar spektakuläre Wipeouts bestaunen. Das Ankämpfen gegen die Wellen war heute besonders anstrengend. Jedoch waren die großen Wellen weiter draußen das Kämpfen wert. Im Anschluss an das Surfen erwartete uns noch ein, von Grischa organisierter, bunter Abend voller Musik, Tanzen und Cocktails.

Tag 6:

Nachdem wir am Vortag noch bis tief in die Nacht gefeiert haben, erhielten wir am letzten Tag leider die Nachricht, dass wir nicht surfen können, da die Wellen zu hoch und kräftig sind. Nicht einmal die Surflehrer durften an unserem Strand ins Wasser gehen. Den heutigen Tag haben wir noch mit neuen Freunden außerhalb des Wassers verbracht. Ein Teil des Camps ist vor der morgigen Abreise noch nach Montalivet zum örtlichen Markt gefahren um Familie und Freunden Souvenirs mitzubringen. Nach dem letzten Abendessen hatten wir die Möglichkeit Caps und Mützen mit dem Camplogo zu kaufen. Daraufhin spielten wir alle zusammen Volleyball bevor wir dann ein letztes Mal in unsere Zelte zum Schlafen gegangen sind.

- Lorenz Beer und Mika Rothmaier

Nach einer langen Anreise kamen wir am Samstag Abend voller Vorfreude im Summer Surf Camp an. So zog es uns dann nach dem beziehen der Zelte auch gleich an den Strand und in den Atlantik. Nach einem kurzen Kennenlernen freuten sich alle bereits auf den Sonntag, an dem das Camp nach dem Frühstück startete. Nach einer kurzen allgemeinen Einführung ging es ausgestattet mit Neoprenanzug und Board an den Strand. Es gab drei Gruppen den abwechselnden Unterricht hatten wobei man davor und danach auch noch selbstständig surfen konnte. Am Ende der ersten Stunde durften wir Anfänger auch schon unsere ersten Aufstehversuche im Weißwasser feiern. Am Abend gab es dann immer reichlich zu essen um die Kraftreserven wieder auszufüllen. Außerhalb vom Surfen verbrachten wir die Zeit mit am Strand liegen Volleyball spielen, Paintball oder mit Ausflügen in die Stadt. Am Mittwoch wurde es am Abend etwas chaotisch, da gute Wellen gemeldet wurden. So schnappten sich die meisten Ihren Neo und ein Board. Am Strand kamen aus allen Himmelsrichtungen die Surfer teilweise hektisch an. So konnten wir im Sonnenuntergang surfen, wobei wir zum einen schöne Bilder bekamen und tolle Wellen. Am Donnerstag surften wir wieder hauptsächlich im Weißwasser, da die Wellen ziemlich kräftig waren. Die Surflehrer boten uns an mit einem von Ihnen ins Line-Up zu paddeln. Durch die Motivation, dass es keiner aus unserer Gruppe schafft nahm ich die Challenge an und nach einigen Eskimorollen und kräftezehrenden paddeln hatte ich es geschafft. So konnte ich dann eine grüne ungebrochene Welle Surfen wobei dieses Gefühl die Anstrengungen vergessen lies. An diesem Abend war dann noch Party im Camp. Der letzte Surftag, das freie Training konnte dann leider nicht stattfinden, da die rote Flagge bedeutete, dass keiner ins Wasser durfte. Alles in allem kann ich nur ein positives Fazit ziehen und bin beim nächsten mal wieder dabei.

- Markus Dopfer

Mit einem Altersdurchschnitt von knapp 29 Jahren lagen wir als Familie zwar knapp über dem Durchschnittsalter der üblichen Surfcamp-Teilnehmer, aber die Beschreibung der Veranstalter traf voll und ganz zu: Teilnehmen können alle, die Spaß am Wasser und Lust haben, eine neue, unglaublich begeisternde und gleichzeitig anstrengende Sportart kennenzulernen. Die erste Sicherheitsregel, die wir beigebracht bekamen „Schwimmen ist an der gesamten französischen Atlantikküste verboten!“ schien zwar zunächst nicht ganz konform mit einem Schwimmverein, aber als Wasserfreund ist man hier dann doch am absolut richtigen Platz! Wir (8, 10, 47 und 50) hatten einen Riesenspaß und eine unvergessliche Surfwoche mit beachtlichen Erfolgserlebnissen!

- Familie Rommel